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Flutbrückenbau: Präventiv Handeln !

Flutbrückenbau: Präventiv Handeln !

Neubau der Borgfelder Flutbrücke

Wir blicken mit Sorge auf den Neubau der Borgfelder Flutbrücke und fordern vorsorgliches Konzept

Von LUTZ RODE aus der Wümme Zeitung vom 13.01.2020

Lilienthal. Nicht nur in Borgfeld, sondern auch in Lilienthal machen sich die Menschen Gedanken darüber, was getan werden kann, damit es bei den ab Sommer anstehenden Arbeiten für die neue Borgfelder Flutbrücke nicht zu einem Verkehrskollaps kommt. Mara Jekosch und Querdenker-Ratsherr Ingo Wendelken von der Initiative Mobilität haben sich jetzt mit Borgfelds Ortsamtsleiter Karl-Heinz Bramsiepe und dem Vorsitzenden des Beirats-Bauausschusses Wolfgang Klüver darüber ausgetauscht.

Der Borgfelder Beirat fordert Bremens Senatorin Maike Schaefer auf, ein schlüssiges Verkehrskonzept für die Zeit während des Flutbrückenneubaus vorzulegen. Ein Konzept soll nach den Vorstellungen der Initiative nun auch auf Lilienthaler Seite geschmiedet werden – abgestimmt auf die Maßnahmen, die für Borgfeld angedacht sind.

Jekosch und Wendelken setzen sich dafür ein, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. „Es wäre ein fataler Fehler, die Situation abzuwarten und dann zu handeln, wenn die Bauphase begonnen hat“, sagt Ingo Wendelken. Die Initiative schlägt ein ganzes Bündel von Maßnahmen vor, die sich zum großen Teil mit den in Borgfeld erhobenen Forderungen decken. Vor allem will die Initiative erreichen, dass die Pendler ihre Wege möglichst nicht im eigenen Auto zurücklegen, sondern die Straßenbahn oder das Rad nutzen.

Dazu gehört unter anderem die Schaffung zusätzlicher Park-And-Ride-Plätze in Lilienthal, wofür der Gemeinderat Geld bereitstellen will. Zügig umgesetzt werden sollte nach den Vorstellungen der Initiative auch der Beschluss, weitere Stellplätze für das Carsharing zur Verfügung zu stellen. Als Standort schlägt sie den Marktplatz an der Bahnhofstraße vor, wo sich bereits eine Zapfsäule für Elektroautos befindet. Zusammen mit dem Carsharing-Angebot könnte dort eine Art Mobilitätsstation entstehen.

Gute Ideen erhoffen sich die Initiatoren auch von dem Geh- und Radwegekonzept, für das der Gemeinderat im Dezember Geld bereitgestellt hat. Die Initiative Mobilität verspricht sich konkrete Maßnahmen, die dazu beitragen, den täglichen Radverkehr nach Bremen und zurück attraktiver zu machen. Auch zusätzliche Fahrradständer an den Haltestellen der Bremer Straßenbahn AG werden vorgeschlagen. Auch der in Borgfeld bereits seit Langem gehegte Wunsch, eine Tarifzone für Bremen und Lilienthal zu schaffen, findet bei den Lilienthalern Anklang. Genauso verhält es sich mit dem Vorschlag, die Linie 4 während des Berufsverkehrs häufiger durch Lilienthal fahren zu lassen. „Es ist wichtig, den Bürgern alternative Möglichkeiten anzubieten,  pünktlich zur Arbeit, Schule oder Uni zu gelangen. Es werden täglich 20 000 Pendler betroffen sein“, sagt Mara Jekosch.

Auch in Lilienthal fürchten nach Darstellung von Jekosch Anwohner massive Auswirkungen des Schleichverkehrs während der Bauphase – unter anderem im Konventshof, in der Klosterstraße, in Butendiek oder auf der Warfer Landstraße. Betroffen sein könnte auch der Verkehr im Ortskern und auf der Hauptstraße, dadurch, dass Autofahrer versuchen könnten, von dort aus in den Nebenstraßen auszuweichen und sich der Abbiegeverkehr deutlich erhöht. Auf Lilienthaler Seite sorgt sich Jekosch um die Verkehrssicherheit für Kinder, die zur Schroeterschule und in die Kita am Wald gehen.

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